Start page arrow Wir waren dort arrow El-Chott 2006 arrow El-Chott 2006 Day by day
El-Chott 2006 Day by day

Am Freitag Abend, nach einer mehrstündigen Fahrt aus der Schweiz durch die Alpen und nördlichen Teil Italiens kam das Desert Racer Team als erstes in den Hafen von Genua. Sie waren ein bisschen verwundert, sie bestätigten die Koordinaten des Sammelplatzes und machten ihren Lager auf dem besten Gehsteig. Der Platz für das Nachtquartier war leider nicht die beste Wahl – gleich an der Tür des italienischen Büros der Guardia di Finanza – also schliefen sie nur bis 6 Uhr, bis die ehrgeizigen italienischen Finanzbeamten zu Arbeit kamen.


Samstag – ein langer Tag... er begann sehr früh...

Zu ihrer Überraschung und trotz den Versicherungen des Veranstalters zeigten sich an Sammelplatz in Hafen nur 20 Teams. Nach einer flüchtigen technischen Untersuchung von Fahrzeugen aller teilnehmenden Teams, darunter auch der Wagen des Desert Racer Teams, wurden in die Profiklasse und 6 in die Amateurklasse qualifiziert. Schon auf den ersten Blick wecken die Fahrzeuge von ein paar Teilnehmer aus dem Westen hohen Respekt.

Dann verging ihnen der Tag am Faulenzen, aber auch an der psychischen Vorbereitung für die Last der Rallye und den Kampf mit der Wüste, sowie am Warten auf die Verladung auf die Fähre nach Tunis. Sie liefen nach 21 Uhr auf, die Seereise soll 18-20 Stunden dauern (die Fähre macht keine Pause, um eine zusätzliche Stunde, wegen der Zeitumstellung, zu verschwenden). Und am Sonntag Abend – das Vorspiel…


Sonntag verging ihnen an der Fahrt nach Afrika, wo sie von wunderbarer Sonne begrüßt worden, anders als in Europa, wo sowohl in Polen , als auch in der Schweiz, heute ein scheußlicher, regnerischer Herbst herrschte.

Gegen der Erwartungen der Rallye Teilnehmer wird’s heute keine sportlichen Emotionen und Rivalität geben. Am Sonntag erwartet sie nur die Zollabfertigung von netten, tunesischen Zollbeamten, die sich gerade fürs Desert Racer Team erfolgreich beendet hat. Jetzt ist es nur eine etwa 400-kilometer lange Reise nach Gafsa, wo für morgen das Vorspiel und die erste Wertungsprüfung geplant ist.

Das Desert Racer Team hat sich mit der Route der diesjährigen Rallye El Chott, die in diesem Jahr anders verläuft, bekannt gemacht. Sie biegt mehr nach Süden von Tunesien, was in Wirklichkeit mehr Sand und Dünen, und weniger Schnell- und Navigationsstrecken bedeutet.

Viel Glück! Wir drücken die Daumen!


Montag – die Rallye beginnt endlich!

Desert Racer Team mit Startnummer 105 wartet auf ihren Start zum Vorspiel, das auf 11:24 geplant ist.

Nach dem Vorspiel wartet auf sie eine 170-kilometer lange erste Wertungsprüfung.


8-kilometer langes Vorspiel führte durch Schotter neben Gafsa. Desert Racer Team platzierte sich auf dem 10. Platz.

Aus dem letzten Jahr wussten die Mitglieder des Desert Racer Team, dass man sich im Vorspiel nicht anstrengen muss, sondern im Gegenteil – man sollte sich am Ende des Feldes platzieren. Die Ergebnisse des Vorspiels rechnen nicht zur Gesamtpunktzahl, sie entscheiden nur über die Position am Start zur ersten Etappe der Rallye. Die erste Etappe ist ein Wettlauf mit Navigationselementen in einem schweren Gebiet. Es lohnt sich also, in der ersten Wertungsprüfung eher am Ende des Feldes zu starten nicht um nach der Mänge zu fahren und Fehler zu wiederholen, sondern um eigene Zweifel über die Wahl der Route aufzulösen.


Ende der ersten Wertungsprüfung des diesjähriges Rallye El Chott.


Montag-Wertungsprüfung hatte 90 km. Sie war sehr schnell, auf Schotter und Stein, was bei Geschwindigkeiten von 130-140 km/h Staubwolken aufwirbelte. Obwohl sie ganz schwierig war, wenn es um die Navigation ging, hatte Desert Racer Team keine großen Probleme, außer geringer Verwirrung in einem ausgetrockneten Wadi.

Der Wagen verhielt sich tadellos, so wie Team, sie endeten am 5. Platz.


Am Dienstag zwei weitere Rallyestrecken, die an Route zwischen Gafsa und Nefta, im Westen des Landes lagen. Die Teilnehmer müssen 200 km lange Strecke durchfahren, darunter Wertungsprüfungen mit Längen von 37 km und 107 km. Sie starten nach der gestern erreichten Zeiten, also als das fünfte Team.

Am zweiten Tag verändert sich langsam Schotter- und Stein-Boden in Sand, die ersten Dünen zeigen sich schon.